Doch keine Fusion von UKH und Landeskliniken

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Doch keine Fusion von UKH und Landeskliniken

Das Unfallkrankenhaus (UKH) der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Salzburg wird nicht mit den Landeskliniken bzw. der Universitätsklinik zusammengelegt. Das gab Donnerstag die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) bekannt.

Parallel dazu teilte die AUVA mit, dass das Salzburger UKH an seinem bisherigen Standort verbleibe. Jahrelang hatte es zuvor von Beteiligten beider Seiten geheißen, die größten Salzburger Spitäler für Unfallmedizin würden zusammengelegt – und zwar auf dem Areal der Landeskliniken.

AUVA gab eigene Entscheidung bekannt
Landeshauptfrau Edtstadler und ihre Parteikollegin, die Salzburger Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi, trafen sich Mittwoch mit AUVA-Obmann Mario Watz und AUVA-Generaldirektor Alexander Bernard zu einem Arbeitsgespräch im Chiemseehof.

„Wir sind froh, dass jetzt endlich Klarheit herrscht und uns Obmann Watz die Entscheidung mitgeteilt hat. Unser Fokus liegt weiterhin auf der bestmöglichen Versorgung für die Salzburger Bevölkerung“, betonte Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi.

Bei dem Treffen im Chiemseehof habe die AUVA bekanntgegeben, dass ihr Unfallkrankenhaus an seinem bisherigen Standort bleibe, teilten die Politikerinnen am Donnerstag mit. Die Zusammenarbeit mit den Salzburger Landeskliniken werde weiter intensiviert und ausgebaut.

Edtstadler: „Intensive Zusammenarbeit wichtig“
„Das Bekenntnis der AUVA zum Standort Salzburg und dem Erhalt der medizinischen Leistungen im Unfallkrankenhaus ist für den Gesundheitsstandort Salzburg unabdingbar. Das Unfallkrankenhaus ist über die Grenzen Salzburgs hinaus für Spitzenmedizin bekannt und genießt höchstes Vertrauen der Bevölkerung an seinem einzigartigen Standort. Mir ist wichtig, dass die Zusammenarbeit mit den Spitälern des Landes noch intensiver betrieben wird“, sagte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler.

„Die AUVA bekennt sich ohne Wenn und Aber zum Standort Salzburg. Wir setzen dabei auf modernste medizinische Inhalte“, sagt Mario Watz, Obmann der AUVA.

Mehr Effizienz bei Patientenversorgung geplant
Einige Schwerpunkte für die künftige Partnerschaft wurden bei dem Arbeitsgespräch auch festgelegt:

Die AUVA übernimmt gezielt schwere Arbeitsunfälle auf die eigene Intensivstation und versorgt diese anschließend nahtlos in der eigenen Rehabilitation weiter, um kritische Bettenkapazitäten der Salzburger Landeskliniken (SALK) freizuspielen.
Etablierung einer Tagesklinik im UKH. Das Ziel: „Morgens operiert, abends daheim“ – für kürzere Wartezeiten und schnellere Genesung im gewohnten Umfeld.
Gemeinsamer Aufbau einer zentralen Erstversorgungsambulanz (EVA). Patienten sollen dadurch sofort zur richtigen Versorgung kommen, was Fehlleitungen und Wartezeiten massiv reduziere, wie es heißt.
Dazu soll noch eine verbesserte Ausbildungskooperation kommen. Erfahrene Fachkräfte sollen dadurch im Land Salzburg gehalten werden.

Politikerinnen für Umplanung
Es sei das bisher für das Projekt der Zusammenlegung eingeplante Geld nicht verloren, ergänzt die zuständige Landesrätin Gutschi. Das Landesspital brauche das vorgesehene Gebäude im Stadtteil Aiglhof ohnehin – nun eben für andere Zwecke: „Dass die AUVA nun diese Entscheidung getroffen hat, das müssen wir akzeptieren.“

Ist die Landeshauptfrau nun froh, dass viele weitere Millionen Euro nun eingespart werden könnten? Edtstadler: „Mir fällt insofern ein Stein von Herzen, weil Patientinnen und Patienten im Salzburger Unfallkrankenhaus weiter bestens betreut werden in Zusammenarbeit mit den Salzburger Landeskliniken.“

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3342654/ vom 19.02.2026 um 15:33 Uhr

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